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INTERNET Angriff auf Online-Banken

aus DER SPIEGEL 45/2000

Der führende Anbieter von Wirtschafts- und Finanzinformationen im Internet, die Wallstreet-Online AG aus Düsseldorf, greift etablierte Direktbanken wie Consors und Comdirect an. Firmenchef André Kolbinger, 25, will künftig die Leser seiner Websites direkt zum Aktienkauf animieren: Mit einem einfachen Klick auf der Informationsseite können sie vom 18. November an sofort Aktien der jeweiligen Firma kaufen oder verkaufen. Die Gebühr - 14,95 Euro pro Transaktion zuzüglich üblicher Provisionen - würde seine Berliner Wallstreet-Online Trading GmbH für Transaktionen ab 8000 bis 10 000 Mark im Vergleich zu bekannten Online-Banken zu einem der preisgünstigsten Anbieter machen, behauptet der Vorstandschef. Mit dem Angebot will Kolbinger neue Zielgruppen ansprechen und seine 200 000 Nutzer noch länger auf seiner Internet-Seite halten; bereits jetzt bleibt der Surfer im Schnitt mehr als 90 Minuten auf Wallstreet-Online.de. Kolbinger profitiert bei dem Modell von einer Vermittlungsgebühr für Käufe und Verkäufe. Zudem startet er in Berlin ein »Trading-Center«, in dem sich Aktienfans informieren und Wertpapiere handeln können. In drei weiteren Städten sind ähnliche Center geplant. Mit der Expansion zielt Wallstreet-Online auf den für 2001 geplanten Börsengang. Als Chef des Aufsichtsrats fungiert der frühere Porsche-Chef und General-Electric-Manager Arno Bohn.

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