Angst vor Inflation Kryptowährungen Bitcoin und Ethereum steigen auf Rekordwerte

Die Nachfrage nach Kryptowährungen steigt spürbar an. Selbst Fonds und Großanleger können sich dem Sog nicht mehr entziehen. Die Folge: ein beispielloser Preisanstieg.
Bitcoin-Logo am Times Square: Riskante Geldanlage

Bitcoin-Logo am Times Square: Riskante Geldanlage

Foto: John Angelillo / imago images/UPI Photo

Anleger stecken immer mehr Geld in Kryptowährungen und haben damit den Preis für Bitcoin auf ein neues Rekordhoch getrieben. Die größte und älteste Cyberwährung erreichte am Dienstag zeitweise einen Wert von 68.564 Dollar und war damit so teuer wie noch nie. Auch die zweitgrößte Kryptowährung Ethereum setzte ihre Rally fort und zog auf bis zu 4841 Dollar an. »Wir haben das Gefühl, dass sich der Markt verschoben hat«, sagte Matthew Dibb vom Krypto-Asset-Manager Stack Funds. Auch die Nachfrage von Großinvestoren und sogar Pensionsfonds sei stark gestiegen. »Die Leute erkennen jetzt, dass es wahrscheinlich nicht gut ist, sich nicht zu engagieren, selbst wenn es nur ein kleiner Betrag ist.«

Seit Ende 2020 summiert sich das Plus damit auf rund 850 Prozent. Der Marktwert des Bitcoins lag zuletzt bei knapp 1,3 Billionen Dollar. Auch die Kurse anderer Digitalwährungen wie Ether, Binance Coin legten zu. Profitiert haben die meisten Digitalwerte zuletzt von der guten Stimmung an den Aktienmärkten.

Allein in der vergangenen Woche flossen 95 Millionen Dollar in Bitcoin-Produkte und -Fonds, wie aus Daten des digitalen Vermögensverwalters CoinShares hervorgeht. Seit Jahresanfang schossen die Zuflüsse auf einen Rekordwert von 6,4 Milliarden Dollar. Die Nachfrage kurbelte vor allem der erste börsennotierte US-Fonds (ETF) für Bitcoin an. Anleger setzten nun auf die Zulassung weiterer Krypto-ETFs in den USA, sagte Timo Emden von Emden-Research. Auch die schwelende Inflationsangst lasse Investoren bei Bitcoin, Ethereum und Co. zugreifen.

Da Kryptowährungen als äußerst riskante Geldanlagen gelten, schwankt ihr Kurs häufig mit der allgemeinen Börsenstimmung.

mik/Reuters
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