Anti-Bush-Kampagne Milliardär Soros will Bush los werden

Für George Soros, einen der reichsten Männer der USA, ist es "Zentrales Ziel" seines Lebens, US-Präsident Bush aus dem Weißen Haus zu bekommen. Dafür spendete er jetzt fünf Millionen Dollar.

Washington - Soros sagte der "Washington Post", dass die Bush Regierung von einer "rassistischen Ideologie" geleitet sei, die zu einem Missbrauch der US-Macht im Umgang mit anderen Völkern führe. Den amerikanischen Präsidenten bezeichnete der 74-jährige Milliardär als "Gefahr für die Welt". Um ihn los zu werden, spendete Soros fünf Millionen Dollar an die linksgerichtete Organisation MoveOn.org.

Bereits im August hatte er den doppelten Betrag an die Gruppe "Amerika Coming Together", überwiesen, die den Demokaten nahe steht. Er sei bereit, noch mehr Geld an liberale Gruppen zu spenden, die gegen Bush in der nächsten Wahl (November 2004) antreten. Die Entscheidung um den nächsten Präsidenten beschrieb Soros als "Sache von Leben und Tod". Bush habe die Vereinigten Staaten und die Welt "in einen gefährlichen Zyklus der Gewalt" verwickelt.

Der Börsenguru hatte bereits in der Vergangenheit große Beträge gespendet, um in Ländern der ehemaligen Sowjetunion, Afrika und Asien Demokratie und offene Gesellschaften zu fördern. Soros stammt aus Ungarn und ist als Jugendlicher in die USA emigriert. Sein Vermögen wird auf sieben Milliarden Dollar geschätzt. Er wurde als Gründer eines Vermögensfonds an der New Yorker Wall Street zum Milliardär.

Im Januar will er ein Buch herausbringen, um damit seine Anti-Bush-Kampagne zu untermauern. Titel des Buches: "Die Blase der amerikanischen Vormachtstellung". In seinem Buch werde er zeigen, dass sich die USA selbst am meisten schadet mit ihrer Methode der starken Hand in der Welt. Die Bush-Regierung könne ihren "Krieg gegen den Terrorismus" nicht gewinnen. Einiges an der Rhetorik, die aus dem Weißen Haus komme, erinnere ihn an seine Kindheit in Ungarn unter der Besatzung der Nazis. "Meine Erfahrungen unter den Nazis und im Sowjetsystem haben mich sensibilisiert", sagte er der "Washington Post".

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