Personal- und Nachfolgeprobleme Immer weniger Apotheken in Deutschland

Die Apotheken-Dichte in Deutschland nimmt ab: Schon jetzt gibt es laut Branchenverband deutlich weniger als im EU-Schnitt.
Apotheken-Logo als Leuchtreklame in Hannover (Archivfoto)

Apotheken-Logo als Leuchtreklame in Hannover (Archivfoto)

Foto: Julian Stratenschulte/ DPA

Die Zahl der Apotheken in Deutschland geht weiter zurück. Ende des vergangenen Jahres zählte die Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA) noch 18.461 Betriebsstätten. Das seien fast 300 weniger als ein Jahr davor.

Noch stärker ging demnach die Zahl der selbstständigen Apothekerinnen und Apotheker in Deutschland zurück – um 2,8 Prozent auf etwas mehr als 13.700. Die Inhaber dürfen hierzulande bis zu drei Filialen unterhalten, insofern ist ihre Zahl stets geringer als die der Einrichtungen.

»Fundament der Arzneimittelversorgung«

Damit hinkt Deutschland bei der Apothekendichte im Vergleich mit den anderen EU-Mitgliedstaaten hinterher. Während im EU-Schnitt laut ABDA etwa 32 Apotheken auf 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner kommen, sind es in Deutschland demnach 22. Im Jahr davor waren es laut ABDA noch 23.

»Immer mehr Apothekeninhaberinnen und -inhaber geben auf, weil sie Personalprobleme haben und keine Nachfolgerinnen und Nachfolger zur Übernahme des Betriebes finden«, teilte ABDA-Präsidentin Gabriele Regina Overwiening mit. »Damit droht das Fundament des Arzneimittelversorgungssystems allmählich zu erodieren.«

Die Zahl der Apotheken in Deutschland sinkt seit vielen Jahren. Die ABDA fordert den Abbau bürokratischer Lasten etwa beim Betrieb der Apotheken, um den Beruf wieder attraktiver zu machen.

mamk/dpa
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