Arbeitslosigkeit Höchster Juni-Stand seit Wiedervereinigung

Zeitungsberichten zufolge ist die Arbeitslosigkeit im Juni auf ein neues Rekordhoch gestiegen. Eine Sprecherin des Bundeswirtschafts- und Arbeitsministeriums bezeichnete die Zahlen jedoch als "frei erfunden".


Arbeitsamt: Von Trendwende keine Spur
DDP

Arbeitsamt: Von Trendwende keine Spur

Hamburg - Die Sprecherin verwies auf die Bekanntgabe der offiziellen Zahlen am 8. Juli. "Erst dann liegen gesicherte Zahlen von der Bundesanstalt für Arbeit vor."

Die "Bild"-Zeitung und die "Welt" hatten am Mittwoch übereinstimmend berichtet, dass im vergangenen Monat 4,3 Millionen Menschen ohne Arbeit waren. Dabei sei die Zahl der Erwerbslosen im Vorjahresvergleich offenbar rasanter angestiegen als in den vergangenen zehn Jahren.

Die Blätter beriefen sich auf vorläufigen Berechnungen der Bundesanstalt für Arbeit. Demnach ist das die höchste Juni-Arbeitslosigkeit seit der Wiedervereinigung. Die offiziellen Zahlen gibt die Nürnberger Bundesanstalt am kommenden Dienstag bekannt.

Bereits im Mai war die Arbeitslosenzahl mit 4,342 Millionen auf den bislang höchsten Stand seit 1990 gestiegen. Der Rückgang um rund 40.000 hat laut "Welt" saisonale Gründe. Gegenüber Juni 2002 sei die Zahl der Arbeitslosen hingegen um 350.000 gestiegen. Das sei der höchste Anstieg im Vorjahresvergleich seit über zehn Jahren, berichtete das Blatt. Arbeitsmarktexperten machten dafür die schwache Konjunktur verantwortlich, hieß es.



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