Arbeitsmarkt Zahl der Arbeitslosen steigt im Dezember leicht an

Die Folgen der Corona-Pandemie machen sich jetzt auch am Arbeitsmarkt bemerkbar: Im vergangenen Jahr erhöhte sich die durchschnittliche Zahl der Arbeitslosen im Vergleich zu 2019 um 429.000 auf knapp 2,7 Millionen.
Arbeitsagentur in Hamburg: Das Frühjahr 2020 wirkt nach

Arbeitsagentur in Hamburg: Das Frühjahr 2020 wirkt nach

Foto: Georg Wendt / DPA

Die Coronakrise hat die Arbeitslosigkeit in Deutschland erstmals seit 2013 steigen lassen. Im Jahresdurchschnitt 2020 kletterte die Zahl um 429.000 auf knapp 2,7 Millionen, wie die Bundesagentur für Arbeit (BA) am Dienstag mitteilte. »Der Einbruch am Arbeitsmarkt vom Frühjahr wirkt noch nach«, sagte BA-Chef Detlef Scheele. Die Folgen der Corona-Pandemie und der Maßnahmen zu ihrer Eindämmung seien weiter sehr deutlich sichtbar. »Die stabilisierende Wirkung der Kurzarbeit hat jedoch Beschäftigung gesichert und eine höhere Arbeitslosigkeit verhindert.«

Allein im Dezember kletterte die Arbeitslosigkeit zum Vormonat leicht um 8000 auf 2,7 Millionen. Binnen Jahresfrist war dies ein Anstieg von 480.000. »Die Zahl der arbeitslosen Menschen ist im Dezember gestiegen – aber nicht so stark wie sonst in diesem Monat«, erläuterte Scheele. Saisonbereinigt fiel die Arbeitslosenzahl demnach im Monatsvergleich um 37.000, Ökonomen hingegen hatten mit einem Plus von 10.000 gerechnet.

Die Anzeigen für Kurzarbeit hätten in begrenztem Umfang wieder zugenommen, sagte Scheele zur Entwicklung im Dezember. Im Oktober hätten Betriebe für 1,99 Millionen Arbeitnehmer Kurzarbeit in Anspruch genommen. Im April waren es noch knapp sechs Millionen.

mik/Reuters