Arbeitszeiten 35-Stunden-Woche kommt aus der Mode

In der westdeutschen Metall- und Elektroindustrie soll wieder länger gearbeitet werden. Einer Zeitungsumfrage zufolge erwägen mehr als 270 Unternehmen die Rückkehr zur 40-Stunden-Woche.


Montage bei Porsche: Hoch qualifizierte Mitarbeiter sollen wieder länger arbeiten
DPA

Montage bei Porsche: Hoch qualifizierte Mitarbeiter sollen wieder länger arbeiten

Hamburg - Nach einer Umfrage unter den Landesverbänden der Metall-Arbeitgeber berichtete die "Bild"-Zeitung, dass über 270 Betriebe vorhaben, Teile ihrer Belegschaft 40 statt 35 Stunden pro Woche arbeiten zu lassen. Die Tarifparteien der Metall- und Elektroindustrie hatten zuvor Öffnungsklauseln vereinbart, die eine Verlängerung der Arbeitszeit auf bis zu 40 Stunden für Mitarbeiter erlauben, die "besonders qualifiziert" sind oder mindestens 4500 Euro im Monat verdienen.

Der Stuttgarter Autokonzern DaimlerChrysler hat von der neuen Möglichkeit bereits Gebrauch gemacht. Betroffen sind die Mitarbeiter in der Entwicklung und Planung im Werk Sindelfingen.

Nach Angaben des "Handelsblatts" prüfen mehrere Großunternehmen eine teilweise Rückkehr zur 40-Stunden-Woche. Porsche beispielsweise wolle den Anteil solcher Mitarbeiter im Entwicklungszentrum Weissach von derzeit 18 Prozent auf rund 50 Prozent erhöhen. Ähnliche Überlegungen gebe es bei BMW, Bosch, Siemens und Continental.



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