Atomkraft Panne in Krümmel kostet Vattenfall mehr als 20 Millionen Euro

Durch die Panne im Atomkraftwerk Krümmel droht dem Betreiber Vattenfall Europe neben dem Imageverlust auch ein wirtschaftlicher Schaden. Einem Pressebericht zufolge muss der Konzern wegen des Produktionsausfalls mit einem Minus von mehr als 20 Millionen Euro kalkulieren.


Düsseldorf - Nach der Panne in Krümmel musste die Stromproduktion zurückgefahren werden. Nach Berechnungen des "Handelsblatts" ergibt sich dadurch ein Schaden von mindestens 20 Millionen Euro. Ein Vattenfall-Sprecher wollte zwar keine konkreten Daten nennen, er bezeichnete die genannte Zahl aber als "plausible Größe".

Vattenfall hatte Krümmel am 28. Juni nach einem Brand in einem Transformatorengebäude vom Netz nehmen müssen und wird den Reaktor nach Angaben der Zeitung vor Ende August nicht wieder hochfahren. Bis zum fünften August, an dem das Kraftwerk ohnehin für eine dreieinhalbwöchige Revision habe abgeschaltet werden sollen, würde die Vattenfall-Bilanz damit an jedem Tag mit deutlich über einer halben Million Euro belastet. Entsprechend hoch seien auch die Belastungen für den E.on-Konzern, der wie Betriebsführer Vattenfall mit 50 Prozent an Krümmel beteiligt ist.

Das Problem der Betreiber sei es, dass der Strom, der in der Ausfallzeit hätte produziert werden sollen, im Voraus im Großhandel verkauft wurde, schreibt das "Handelsblatt". Nun müssten Vattenfall und E.on die fehlende Liefermenge selbst kurzfristig aufkaufen, um ihre Verpflichtungen einzuhalten.

wal/dpa-AFX



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