Zur Ausgabe
Artikel 33 / 120
Vorheriger Artikel
Nächster Artikel

BÖRSE Auf ein Neues

aus DER SPIEGEL 2/2003

Überaus optimistisch startete der Deutsche Aktienindex ins neue Jahr - mit einem Plus von sieben Prozent an den ersten beiden Handelstagen. Doch das Börsenjahr 2003 hat noch 251 weitere Tage, an denen Aktien gehandelt werden. Wo der Dax am Ende stehen wird, weiß keiner, und doch geben die Banken Jahr für Jahr ihre Prognosen ab. Der Glaube an solche Aussagen hat in der Vergangenheit allerdings schwer gelitten: In den vergangenen drei Jahren ist der Dax zum ersten Mal in der Nachkriegszeit dreimal hintereinander gefallen. Kein Bankexperte hatte es zuvor geahnt. Im Gegenteil: Ende 2001 - der Aktienindex stand bei aus heutiger Sicht stattlichen 5160 Punkten - prophezeiten die Analysten ein Ende der Baisse und ein Plus von immerhin rund zwölf Prozent. Stattdessen sank der Wert der deutschen Standardaktien bis Ende 2002 fast um die Hälfte. Nun glauben die Analysten der Banken wieder, dass das Schlimmste überstanden ist, sie prognostizieren im Durchschnitt für 2003 eine Zunahme des Dax um immerhin rund 1000 Punkte, das wären mehr als 33 Prozent. Die Börse lebt nun mal von der Hoffnung - und Banken mitsamt ihren Experten leben davon, Aktien zu verkaufen.

Zur Ausgabe
Artikel 33 / 120
Vorheriger Artikel
Nächster Artikel
Die Wiedergabe wurde unterbrochen.