Auflagen für Lufthansa-Deal EU-Kommission will AUA-Übernahme erlauben

Die Lufthansa kommt ihrem Ziel näher: EU-Wettbewerbskommissarin Neelie Kroes plant, die Übernahme der österreichischen Fluggesellschaft Austrian Airlines unter Auflagen zu erlauben. Der deutsche Flugriese hatte dem Kartellhütern zuvor neue Zugeständnisse gemacht.


Brüssel - Die Verhandlungen waren zäh - jetzt hat die EU- Wettbewerbskommission die Übernahme der angeschlagenen österreichischen Fluglinie Austrian Airlines (AUA) durch Lufthansa so gut wie abesegnet. Ressortchefin Neelie Kroes habe den Auftrag gegeben, den Entwurf für eine Genehmigung der Übernahme unter Auflagen abzufassen, teilte die EU-Kommission am Freitag mit. Der Entwurf werde dann dem Beratungsausschuss der Mitgliedstaaten vorgelegt. Im Anschluss werden die EU-Kommissare abschließend über den Vorschlag entscheiden.

Anfang der Woche hatte die Lufthansa der EU-Kommission die Aufgabe von Start- und Landeberechtigungen (Slots) für fünf von Wien ausgehende Flugstrecken angeboten. Daraufhin hatten die Brüsseler Wettbewerbshüter einen Fragebogen an die Lufthansa-Wettbewerber und andere interessierte Parteien geschickt, um zu eruieren, inwiefern die Zugeständnisse ausreichen, um die wettbewerbsrechtlichen Bedenken auszuräumen.

Diese Antworten seien eingegangen und am Freitag diskutiert worden, hieß es von der EU-Kommission. Dies sei die Grundlage für den Auftrag Kroes' zur Abfassung des Entwurfs gewesen.

Die Lufthansa hatte Anfang der Woche erklärt, sie rechne nach der Nachbesserung des Angebots bis Ende August mit der Freigabe der Transaktion durch die Wettbewerbsbehörde. Zuvor hatte Deutschlands größte Airline ihr Übernahmeangebot um einen Monat verlängert.

ssu/dpa/ddp



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