Aufschwung Zahl der Arbeitslosen im März erneut gesunken

Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland ist im März im Vergleich zum Vormonat um mehr als 100.000 gesunken. Saisonbereinigt nahm sie immer noch um 65.000 ab. Damit setzt sich der positive Trend am Arbeitsmarkt fort.


Nürnberg - Insgesamt 114.000 Menschen weniger waren im März arbeitslos als im Vormonat. Damit waren insgesamt 4,108 Millionen Menschen ohne Job, wie die Bundesagentur für Arbeit (BA) heute in Nürnberg mitteilte. Im Vergleich zum vergangenen Jahr sind das sogar 869.000 weniger.

Bauarbeiter (in Köln): Ungewöhnlich kräftige Frühjahrsbelebung am Arbeitsmarkt
DPA

Bauarbeiter (in Köln): Ungewöhnlich kräftige Frühjahrsbelebung am Arbeitsmarkt

Die Arbeitslosenquote ging um 0,3 Prozentpunkte auf 9,8 Prozent zurück. Vor einem Jahr hatte sie noch bei zwölf Prozent gelegen. Bundesweit gab es im März 640.000 offene Stellen, 133.000 mehr als vor zwölf Monaten.

"Getragen von der guten Konjunktur fiel die Frühjahrsbelebung am Arbeitsmarkt kräftig aus", sagte BA-Chef Frank-Jürgen Weise. Der Rückgang im März sei überdurchschnittlich groß gewesen. "Die Arbeitslosigkeit ist zurückgegangen, das Beschäftigungswachstum gewann nochmals an Fahrt und die Kräftenachfrage bleibt hoch."

In Westdeutschland waren im März 2.698.000 Männer und Frauen ohne Beschäftigung. Das waren 84.000 weniger als im Februar und 620.000 weniger als vor einem Jahr. In Ostdeutschland lag die Zahl der Erwerbslosen im März bei 1.410.000. Das waren 30.000 weniger als im Vormonat und 249.000 weniger als im März des vergangenen Jahres. Die Arbeitslosenquote lag im Westen bei 8,1 Prozent, im Osten bei 16,5 Prozent.

Saisonbereinigt sank die Arbeitslosenzahl in Deutschland im März um 65.000 auf 3,832 Millionen. Im Westen nahm die um jahreszeitliche Einflüsse bereinigte Erwerbslosenzahl um 46.000 ab, im Osten ging sie um 19.000 zurück, teilte die BA weiter mit.

Nach Ansicht der BA dürfte die Arbeitslosenzahl im Jahresdurchschnitt 2007 unter vier Millionen liegen. Das zur BA gehörende Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) sage 3,9 Millionen Erwerbslose im Schnitt voraus, sagte Weise. "Das heißt, wir müssen in einigen Monaten unter die vier Millionen kommen. Welche Monate das sind, da wollen wir uns jetzt nicht festlegen."

kaz/Reuters/ddp/AFP/dpa



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