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LUFTFAHRT Aufstand der Lotsen

aus DER SPIEGEL 49/2002

Bei der Luftraumüberwachung müssen die Fluggesellschaften - und letztlich die Passagiere - in Deutschland schon bald mit deutlich höheren Gebühren rechnen. Grund: Die Lotsen und Techniker bei der bundeseigenen Deutschen Flugsicherung (DFS) wollen sich nach dem Vorbild der Piloten von der Dienstleistungsgewerkschaft Ver.di abkoppeln und so langfristig höhere Gehälter sichern. Seit die Behörde vor knapp zehn Jahren privatisiert wurde, führten Ver.di-Funktionäre die Tarifverhandlungen für die kleine, aber einflussreiche Berufsgruppe. Doch damit sind die begehrten Spezialisten schon länger unzufrieden. Besonders harsche Kritik üben sie am jüngsten Lohnabschluss, der ihnen zwar Gehaltserhöhungen von durchschnittlich zwei Prozent zubilligt, gleichzeitig aber Zulagen und Nachtarbeitszuschläge kürzt. Versuche des Verbands Deutscher Flugleiter, den Kooperationsvertrag mit der Gewerkschaft nachzubessern, scheiterten. Nach der Kündigung des Ver.di-Abkommens zum Jahresende werden die Lotsen ab 2004 nun selbst Tarifverhandlungen führen. Das dürfte für die Fluglinien, die über ihre Gebühren die DFS finanzieren, teuer werden.

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