Auftragseinbruch ThyssenKrupp will mehr als 3000 Jobs streichen

Die Krise schlägt voll durch: Beim Industriekonzern ThyssenKrupp sollen offenbar deutlich mehr Stellen gestrichen werden als bislang bekannt. Nach einem Zeitungsbericht sind Tausende Arbeitsplätze in Gefahr.


Frankfurt am Main - Es ist der erste Dax-Konzern, der massiv Arbeitsplätze abbauen muss: ThyssenKrupp Chart zeigen will angesichts der Wirtschaftskrise Tausende von Stellen streichen. Im Stahl- und Autozuliefererbereich sowie im Schiffbau sollen über 3000 Jobs wegfallen, berichtete die "Financial Times Deutschland" am Freitag unter Berufung auf mit dem Vorgang vertraute Personen. Teile der Edelstahlsparte sollen laut der Zeitung in eine Kooperation mit der finnischen Outokumpu eingebracht werden.

Außerdem hatte der Stahl- und Technologiekonzern zur Senkung der Kosten am Donnerstag eine drastische Verschlankung der Strukturen angekündigt und vom Abbau "einiger hundert" Stellen gesprochen. ThyssenKrupp beschäftigt weltweit mehr als 199.000 Mitarbeiter.

Bereits in den vergangenen Wochen hatte der Konzern massiv Kurzarbeit verhängt und Tausende Stellen gestrichen. Seit Ende September sind demnach bereits rund 3000 Stellen verlorengegangen, darunter die Arbeitsplätze von 2000 Leiharbeitern.

Bei ThyssenKrupp war am Freitagmorgen zunächst niemand für eine Stellungnahme zu erreichen. Die Konjunkturflaute hatte einen deutlichen Rückgang der Nachfrage nach Stahl zur Folge.

sam/Reuters/ddp



© SPIEGEL ONLINE 2009
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.