Auftragsflut bei Boeing Dreamliner ist jetzt schon Verkaufsschlager

Noch bevor die erste Maschine ausgeliefert ist, ist der neue Boeing-Dreamliner schon zum Verkaufsschlager geworden: Zum Wochenanfang wurden elf Maschinen bestellt. Insgesamt stehen damit schon 475 Orders in den Büchern - laut Boeing der beste Verkaufsstart eines Verkehrsflugzeugs jemals.


Seattle/Manila - Die US-Fluglinie Continental Chart zeigen bestellte zum Wochenstart fünf Dreamliner, die kuwaitische Leasinggesellschaft Alafco will sechs 787 haben und außerdem sechs kleinere 737-800. Den Listenpreisen zufolge würde der Auftragswert der Alafco-Bestellung bei rund 2,26 Milliarden Dollar liegen. Allein der Dreamliner kostet demnach pro Stück je nach Version zwischen 159 und 188 Millionen Dollar - in der Regel erhalten Airlines aber Kaufrabatte.

Computergrafik des Dreamliner: Airbus hängt mit der Entwicklung der Konkurrenzmaschine hinterher
DPA

Computergrafik des Dreamliner: Airbus hängt mit der Entwicklung der Konkurrenzmaschine hinterher

Die neuen Bestellungen eingerechnet hat Boeing Chart zeigen für den 787 Dreamliner damit bereits Aufträge von 37 Airlines im Gesamtwert von über 70 Milliarden Dollar. Dies sei der erfolgreichste Start der Geschichte für ein Verkehrsflugzeug, jubelten die Amerikaner. Der Dreamliner wird überwiegend aus Verbundmaterial gefertigt, das wesentlich leichter ist als herkömmliche Baustoffe und damit einen 20 Prozent niedrigeren Spritverbrauch ermöglicht. Die erste 787 soll bereits 2008 auf den Markt kommen. Boeing-Erzrivale Airbus hängt mit der Entwicklung des 787-Konkurrenzmodells A350 fünf Jahre hinterher.

Doch nicht allein der Dreamliner findet reißenden Absatz: Boeing hat außerdem von der russischen Luftfrachtfirma Volga-Dnepr Group einen Auftrag für fünf Frachtflugzeuge vom Typ 747-8 erhalten. Die russische Gesellschaft hat zusätzlich Kaufrechte für fünf weitere der Frachtjumbos erhalten. Die Maschinen kosten zu Listenpreisen 1,4 Milliarden Dollar.

Nach dieser Auftragswelle vom Wochenanfang stieg der Aktienkurs von Boeing gestern um 1,9 Prozent. Der philippinische Billigflieger Cebu Pacific Air hat unterdessen zehn Airbus A 320 bestellt und sich Optionen auf zehn weitere Maschinen gesichert. Das Geschäft habe einen Umfang von 1,3 Milliarden Dollar, teilte die Fluggesellschaft mit. Cebu ist die zweitgrößte Fluggesellschaft auf den Philippinen mit gut 90 Inlands- und sieben Auslandsflügen am Tag.

ase/AP/dpa-AFX



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