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TOURISTIK Auftrieb für Ferienwerte

aus DER SPIEGEL 12/2001

Anlegern, die vom Kurssturz am Neuen Markt verschreckt sind, bietet die Tourismusindustrie zurzeit interessante Alternativen. Noch im vergangenen Jahr, als die Geschäfte mit den schönsten Wochen des Jahres eher schleppend liefen, mussten die großen börsennotierten Urlaubsgiganten wie Preussag oder der britische Airtours-Konzern empfindliche Kursrückschläge hinnehmen. Einen regelrechten Absturz erlebte die Aktie der französischen Feriendorf-Kette Club Med, nachdem sich Gerüchte über einen Einstieg des Preussag-Konzerns zerschlagen hatten. Doch seit einigen Monaten haben die Papiere der Hotel- und Fluggesellschaften sowie der Reiseveranstalter wieder Auftrieb. HypoVereinsbank-Chefanalyst Jürgen Callies empfiehlt die Aktie des größten europäischen Tourismuskonzerns Preussag, die Investmentbank Lehman Brothers setzte erst kürzlich den größten britischen Urlaubsanbieter Airtours auf ihre Empfehlungsliste. Beide Unternehmen profitieren zurzeit vor allem von der gestiegenen Reiselust in Großbritannien, wo die Preussag vor knapp einem Jahr den damaligen Marktführer Thomson Travel übernahm. Auch in Deutschland ziehen die Buchungen neuerdings wieder an. Vorsicht geboten scheint jedoch bei den Club-Med-Papieren. Das Unternehmen veröffentlichte erst vergangene Woche die zweite Gewinnwarnung innerhalb eines halben Jahres. Vor allem in Japan und den USA läuft das Geschäft schlechter als erwartet. Auch eine Club-Tochter bereitet Probleme.

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