Ausrutscher Frau verklagt Pommesbude

Skurriler Frittenstreit: Eine Frau behauptet im französischen Reims, auf einer Pommes ausgerutscht und sich das Knie gebrochen zu haben - sie ist jetzt arbeitsunfähig. Dagegen erklärt die Imbisskette, es habe keine einzige Fritte auf dem Boden gelegen. Der Fall ist jetzt vor Gericht.


Reims - Weil sie angeblich auf einer Fritte ausrutschte und seitdem nicht mehr richtig gehen kann, hat eine Frau die französische Schnellimbisskette Quick verklagt.

Pommes: Auf Kartoffelstäbchen ausgerutscht?
AP

Pommes: Auf Kartoffelstäbchen ausgerutscht?

Quick müsse für den Unfall verantwortlich gemacht werden und einen Vorschuss von 50.000 Euro zahlen, der auf einen späteren Schadenersatz angerechnet werde, forderte der Anwalt der 38-Jährigen, Emmanuel Ludot, am Dienstagabend vor Gericht in der nordostfranzösischen Stadt Reims. Der Anwalt verlangte außerdem ein medizinisches Gutachten.

Insgesamt beläuft sich die Forderung der Frau auf 100.000 Euro. Quick muss sich seit Dienstag vor Gericht verantworten.

Der Anwalt der Restaurantkette, Francis Fossier, wie die Vorwürfe der Frau zurück und erklärte, die Frau habe hohe Absätze getragen und sei von ganz alleine gestürzt. "An dem Tag lag keine einzige Fritte auf dem Boden, es war sauber und trocken."

Die Frau war laut Klage im Dezember in einer Quick-Filiale in Reims auf einem Kartoffelstäbchen ausgerutscht und hatte sich einen dreifachen Bruch im Knie zugezogen; nach einem einwöchigen Krankenhausaufenthalt wurde sie zu 100 Prozent für arbeitsunfähig erklärt. Wegen der langen Zeit im Gips litt sie anschließend unter eine Lungenembolie und fürchtet nun, nie wieder ohne Hilfe laufen zu können. Das Urteil soll im Dezember fallen.

kaz/AFP



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