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Ausverkauf in Fort Knox?

aus DER SPIEGEL 15/1972

US-Schatzminister John B. Connally erwägt, den stark geschrumpften Goldvorrat der Vereinigten Staaten (Wert 9,7 Milliarden Dollar) noch mehr zu verkleinern -- durch preisgünstigen Verkauf eines Teils des Währungsgoldes am freien Markt. Damit würde sich Connally nach der Aufhebung der Konvertibilität des Dollar in Gold über eine weitere Spielregel der internationalen Währungsordnung hinwegsetzen. Denn seit der Spaltung des Goldmarktes im März 1968 hatte keine Regierung oder Zentralbank des Zehnerklubs Gold am freien Markt ge- oder verkauft. Zweck eines Ausverkaufs von Fort Knox: Die Amerikaner würden damit demonstrieren, daß ihrer Ansicht nach das Gold seine Rolle als Währungsmetall ausgespielt hat und nur noch eine Ware wie jede andere ist.

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