Auto-Poker Finanzinvestoren buhlen um Chrysler

In den Übernahmepoker um den US-Autohersteller Chrysler kommt Bewegung: Auf der Hauptversammlung Anfang April will der Mutterkonzern DaimlerChrysler den Aktionären einer Zeitung zufolge erste Gebote präsentieren. Drei Finanzinvestoren gelten als Top-Kandidaten.


New York - Die Private-Equity-Firmen Cerberus, Blackstone und Centerbridge Partners LP gelten laut "Wall Street Journal" als Favoriten für eine mögliche Übernahme. Vertreter aller drei Unternehmen hätten sich letzte Woche mit der Chrysler-Geschäftsführung getroffen, berichtet das Blatt unter Berufung auf gut informierte Kreise.

Chrysler-Werk in Detroit: Dem Autozulieferer Magna fehlt das Geld, um Chrysler ganz zu kaufen
AP

Chrysler-Werk in Detroit: Dem Autozulieferer Magna fehlt das Geld, um Chrysler ganz zu kaufen

DaimlerChrysler Chart zeigen rechne mit ersten Angeboten bis Ende März und möchte den Aktionären auf der Jahreshauptversammlung am 4. April einen kleinen Kreis von Interessenten präsentieren, so das Blatt weiter. Noch vergangene Woche hatte DaimlerChrysler-Chef Dieter Zetsche erklärt, dass Chrysler möglicherweise auch im Gesamtkonzern verbleiben könne.

Als vierter Interessent gilt der kanadische Autozulieferer Magna International Chart zeigen, der zumindest an Teilen von Chrysler interessiert sein soll. Zetsche hatte eine Zerschlagung der Marke jedoch ausgeschlossen. Um Chrysler komplett zu kaufen, fehlt Magna allerdings momentan die Liquidität; angeblich sieht sich das Unternehmen deshalb nach möglichen Geldgebern aus der Private-Equity-Branche um.

Über die Zukunft von Chrysler wird seit Wochen spekuliert. Angesichts der hohen Verluste des US-Autobauers hatte DaimlerChrysler-Chef Dieter Zetsche Mitte Februar den Verkauf der Marke angedeutet. Eine Übernahme durch den US-Konkurrenten General Motors Chart zeigen, die zunächst wahrscheinlich erschien, wird nach Angaben des "WSJ" immer unwahrscheinlicher.

joh/Reuters



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