Autobauer Absatz von Daimler und BMW bricht erneut drastisch ein

Die deutschen Autokonzerne geraten immer tiefer in die Krise: Erneut musste BMW einen Absatzeinbruch hinnehmen. Auch Daimler verkaufte im Oktober deutlich weniger Autos als vor einem Jahr - nur ganz wenige Marken widersetzen sich dem Trend.


München/Stuttgart - Der Münchner Konzern BMW Chart zeigen verkaufte im Oktober im Vergleich zum Vorjahresmonat 8,3 Prozent weniger Autos, wie das Unternehmen am Freitag mitteilte. Insgesamt konnte der Konzern im vergangenen Monat nur noch 113.005 Fahrzeuge der Marken BMW, Mini und Rolls-Royce verkaufen. Im September waren es noch 121.621 Fahrzeuge.

Mercedes-Niederlassung: Rückgang bei der Kernmarke
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Allein bei der Kernmarke BMW ging der Absatz um 9,2 Prozent auf knapp 95.500 verkaufte Autos zurück. Auch vom Kleinwagen Mini setzte der Konzern mit 17.385 Autos rund 600 Fahrzeuge weniger ab als im Oktober vergangenen Jahres. Nur bei der Luxusmarke Rolls-Royce und im Motorrad-Segment gab es Zuwächse. "In den meisten westeuropäischen Märkten, Japan und in den USA verzeichneten wir auch im Oktober gegenüber dem Vorjahresmonat Einbußen", sagte Vertriebsvorstand Ian Robertson.

Von Januar bis Oktober konnte BMW seinen Gesamtabsatz gegenüber dem Vorjahreszeitraum um lediglich 0,7 Prozent steigern. Der Konzern hat bereits angekündigt, die Produktion um 65.000 Fahrzeuge zu kürzen und die Weihnachtsferien zu verlängern. Im dritten Quartal war der Konzerngewinn um 63 Prozent auf 298 Millionen Euro eingebrochen.

Auch beim Stuttgarter Autobauer Daimler Chart zeigen brach der Pkw-Absatz drastisch ein. Wie das Unternehmen mitteilte, wurden 93.800 Fahrzeuge der Marken Mercedes-Benz, Smart und Maybach ausgeliefert und damit 18,1 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Alleine bei der Kernmarke Mercedes-Benz gab es einen Rückgang um über 20 Prozent auf 82 500 Wagen. Vor allem in den USA und Westeuropa war der Absatz nach Angaben des Autobauers massiv eingebrochen. Der Kleinwagen Smart legte dagegen um 6,5 Prozent auf 11.300 Fahrzeuge zu.

cvk/AP/dpa-AFX/Reuters



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