Autobauer VW bricht im US-Markt ein

Während japanische und amerikanische Autobauer im ersten Quartal mehr Autos verkaufen konnten, kämpfen die deutschen Hersteller auf dem US-Markt mit Absatzproblemen. Kernmarken wie BMW, Mercedes und Audi sind weniger gefragt als im Vorjahr. Am schlimmsten traf es Volkswagen.


Teurer Ladenhüter: VW Phaeton
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Teurer Ladenhüter: VW Phaeton

New York - Im ersten Quartal ging der Absatz von VW um 14,1 Prozent auf 42.878 Autos zurück. Dies teilte das Unternehmen am Freitag mit. Allein im März belief sich das Absatz-Minus auf 21,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Am stärksten war der Einbruch im März mit 43 Prozent beim Passat, aber auch der Absatz des New Beetle ging überdurchschnittlich um 23,4 Prozent zurück. Ein Ausfall war auch die Luxus-Limousine Phaeton: Ganze 83 Stück konnte VW verkaufen - nach 149 im Vorjahr. Lediglich beim Jetta stieg der Absatz um 8,3 Prozent.

Das schwache Nordamerika-Geschäft hatte VW schon im vergangenen Jahr die Bilanz verhagelt. Der Konzern hofft nun unter anderem auf den neuen Passat, der demnächst in den Markt kommt.

Auch bei der VW-Tochter Audi fiel der Absatz im März um 12,9 Prozent auf 6502 Fahrzeuge. Für das erste Quartal ergibt sich ein Minus von einem Prozent.

DaimlerChrysler profitiert von US-Marken

Ebenso wie VW zeigten auch die anderen deutschen Autobauer Schwächen. Die Marke Mercedes-Benz wies im März zwar ein Absatz-Plus von zwei Prozent auf. Für das Quartal ergibt sich aber ein Minus von elf Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Gerettet wurde DaimlerChrysler nur durch die Absatzzuwächse bei den US-Marken Chrysler, Jeep und Dodge. Der Absatz der drei Marken stieg im März um acht Prozent auf 212.978 Fahrzeuge. Für das erste Quartal ergibt sich ein Plus von sechs Prozent, was dem Mutterkonzern DaimlerChyrsler unter dem Strich ein Plus von vier Prozent sichert.

Mini rettet BMW

Bei BMW verhinderte der Erfolg des Mini einen deutlichen Absatzrückschlag. Während die Kernmarke BMW im März um elf Prozent auf 20.149 Fahrzeuge einbrach, konnte Mini mit einem Plus von 44 Prozent auf 4127 Fahrzeuge einen Rekordwert verbuchen. Der BMW-Konzernabsatz liegt damit aber im ersten Quartal immer noch um sieben Prozent über dem Vorjahreswert.

Porsche profitierte in seinem wichtigsten Markt vor allem von der neuen Boxster-Generation. Der Boxster-Absatz stieg im März um 73 Prozent auf 789 Fahrzeuge. Beim Geländewagen Cayenne gab es dagegen auf Grund von Versorgungsengpässen einen Einbruch von 27 Prozent auf 1102 Autos. Insgesamt konnte der Edelhersteller ein Absatzplus von sechs Prozent verbuchen.



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