Autoindustrie Ende des Jobzuwachses in Sicht

Die deutsche Autoindustrie rechnet angesichts der Konjunkturflaute mit einem schwächeren ersten Halbjahr 2002 und einem Ende des Beschäftigungszuwachses.


Bernd Gottschalk
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Bernd Gottschalk

Der Präsident des Verbandes der Automobilindustrie, Bernd Gottschalk, sagte der Zeitung "Die Welt": "Auch wenn es in dem einen oder anderen Fall noch Einstellungen geben wird, in der Summe werden wir 2002 mit einer stabilen Beschäftigung rechnen können". Die Autoindustrie müsse sich auf ein schwächeres erstes Halbjahr einstellen und eine hoffentlich bessere Entwicklung in der zweiten Jahreshälfte.

Bisher habe sich die Branche als Stütze der deutschen Konjunktur erwiesen und neue Arbeitsplätze geschaffen - in diesem Jahr allein 20.000, sagte der Verbandspräsident. "Aber es gibt vermehrt Sorgen beim Auftragseingang für Pkws. Und im Nutzfahrzeugbereich haben wir einen dramatischen Rückgang beim Auftragseingang, insbesondere bei schweren Lkw."

Gottschalk schloss nicht aus, dass die Produktion im kommenden Jahr knapp unter der Marke von fünf Millionen Fahrzeugen liegen könnte. Vorsichtigerweise müsse man damit rechnen, dass sich der diesjährige Exportrekord im kommenden Jahr nicht wiederholen lasse. Für dieses Jahr erwartet die Autoindustrie nach Worten Gottschalks 3,3 Millionen Neuzulassungen in Deutschland, eine Produktion von 5,2 Millionen Fahrzeugen und einen Umsatz von mehr als 400 Milliarden Mark.



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