Autokonzerne 30.000 Jobs bei VW in Gefahr

Die Situation bei Volkswagen ist schlimmer als bislang bekannt. VW-Personalvorstand Horst Neumann hat erstmals zugegeben, dass im Wolfsburger Autokonzern sogar 30.000 Arbeitsplätze bedroht sind.

Hamburg - Im Gespräch mit Arbeitnehmervertretern sagte Neumann nach SPIEGEL-Informationen, es seien außer den bislang als bedroht genannten 20.000 Arbeitsplätzen mehr als 10.000 weitere Jobs gefährdet. Grund: Bei den derzeitigen Arbeitskosten könne der nächste Golf nicht mehr rentabel in Wolfsburg gefertigt werden. Dort dürfte dann nur noch ein geringerer Teil der Golf-Produktion verbleiben.

Der Konzern müsste zusätzlich in die Werke Brüssel und Mosel investieren, um dort mehr Fahrzeuge herzustellen. Wegen der hohen Kosten hat der VW-Vorstand bereits entschieden, dass der geplante neue Scirocco nicht in Wolfsburg, sondern in Portugal gebaut wird.

Die VW-Arbeiter in Deutschland sollen zum gleichen Lohn statt 28,8 wieder 35 Stunden arbeiten, um die Kosten zu senken. Er könne sich auch vorstellen, so Neumann, dass Ingenieure wieder 40 Stunden pro Woche arbeiten.

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