Autokrise BMW prüft weitere Kurzarbeit

Die anhaltend schwache Nachfrage macht BMW zu schaffen: Der Münchener Autobauer prüft jetzt, auch über März hinaus Kurzarbeit zu verordnen. Womöglich werden in diesem Jahr außerdem nochmals tausend Stellen gestrichen.


Genf - Der Autobauer BMW prüft angesichts der anhaltend schwachen Nachfrage zusätzliche Kurzarbeit für seine Werke. "Wir sind derzeit in weiteren Gesprächen mit den Betriebsräten, auch nach dem März Kurzarbeit zu fahren", sagte BMW-Chef Norbert Reithofer am Dienstag auf dem Genfer Autosalon.

BMW-Produktion: Schwache Absatzentwicklung auch im Februar
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BMW-Produktion: Schwache Absatzentwicklung auch im Februar

Im Februar habe sich der Absatz ähnlich schwach entwickelt wie im Januar, als die Verkaufszahlen um rund ein Viertel eingebrochen waren. Mit einer langsamen Erholung geht er erst ab 2010 aus.

Um Kosten zu sparen, könnte BMW Chart zeigen die Zahl der festen Mitarbeiter in diesem Jahr nochmals um rund tausend reduzieren. Dafür sollten aber nur frei werdende Stellen nicht neu besetzt werden. BMW rechnet dadurch mit rund 500 Millionen Euro weniger Personalaufwand. Bereits im vergangenen Jahr war die Zahl der Mitarbeiter von 107.539 im Jahr 2007 auf 100.041 Ende 2008 gesunken. Mitte Februar gab der Konzern bekannt, sich von 850 Zeitarbeitern in seinem britischen Werk zu trennen, in dem das Unternehmen den Mini produziert.

Zuvor hatte der Autokonzern ein Umsatzminus von fünf Prozent für das vergangene Jahr gemeldet. Mitte Januar hatte BMW Kurzarbeit an vier Standorten angekündigt. Dadurch würden im Februar und März 2009 rund 38.000 Fahrzeuge weniger gebaut als ursprünglich geplant.

kaz/dpa



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