Automobil GM verschont europäische Werke

Bei der neuen Sparrunde wird der Opel-Mutterkonzern General Motors die Werke in Europa nicht antasten. Es werde kein Standort geschlossen, teilte der Gesamtbetriebsrat heute mit. Den Zuschlag für die Produktion des neuen Astra bekommt unter anderem Opel Bochum.


Rüsselsheim - "Wir haben unser oberstes Ziel erreicht: Werksschließungen zu vermeiden", sagte der Gesamtbetriebsratsvorsitzende Klaus Franz. Allerdings fordere das Management deutliche Zugeständnisse. Nach Einschätzung des Betriebsrats wird die Produktivität der Werke durch neue Arbeitsabläufe um rund ein Drittel gesteigert.

Montage im Bochumer Opel-Werk: Zuschlag für den neuen Astra gesichert
DDP

Montage im Bochumer Opel-Werk: Zuschlag für den neuen Astra gesichert

Das lange als gefährdet geltende Werk in Bochum sei mit dem Zuschlag für die Astra-Produktion gesichert. Die neue Generation des Kompaktwagens werde ab 2010 außerdem in Gliwice (Polen), Ellesmere Port (England) und Trollhättan (Schweden) gebaut. Das leer ausgehende belgische Astra-Werk in Antwerpen werde als Fertigungswerk weiter existieren und Modelle anderer GM-Töchter bauen. Über die Details werde bis Jahresende verhandelt.

Die europäischen Betriebsräte von GM hatten am vergangenen Donnerstag ein Sparpaket von 288 Millionen Euro angeboten. Wie Franz, erklärte, gehören dazu geringere Lohnzuwächse für die Arbeitnehmer, eine weitere Flexibilisierung der Arbeitszeit sowie Einschnitte bei sozialen Leistungen. Das GM-Management strebt im Zuge des Modellwechsels offenbar Einsparungen von 450 Millionen Euro an, was der Betriebsrat als unrealistisch ablehnt.

mik/Dow Jones/dpa



© SPIEGEL ONLINE 2007
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.