B2B VW erteilt Internet-Allianz eine Absage

Volkswagen will in Sachen Internet eigene Wege gehen und sich nicht DaimlerChrysler, Ford und GM anschließen. Die Wolfsburger arbeiten an einem eigenen System, mit dem via Internet Teile von Zulieferern eingekauft werden sollen.

Wolfsburg - Man entwickle ein eigenes Internet-Projekt, sagte VW-Sprecherin Emanuela Wilm. Voraussichtlich werde die Methode noch in diesem Jahr einsatzbereit sein. "Wir sind bereits über die Planungsphase hinaus und werden unser System in Kürze erproben", so Wilm. Mit Hilfe des Internet will Volkswagen von seinen rund 10.000 Zulieferern schneller und effektiver Teile ordern können. Nach Angaben von Wilms sind bereits ein Drittel der Lieferanten mit dem Konzern elektronisch verbunden.

Anders als VW wollen sich die meisten anderen Autokonzern an dem Internet-Unternehmen der drei weltweit umsatzgrößten Autokonzerne DaimlerChrysler, Ford und GM beteiligen. Renault und der von den Franzosen beherrschte japanische Autokonzern Nissan schlossen sich dem am Freitag vorgestellten Projekt umgehend an. Auch die Teilnahme der mit GM oder Ford verbündeten japanischen Hersteller Isuzu, Suzuki und Mazda wird erwartet. Mitsubishi, Toyota und Honda prüfen einen möglichen Anschluss noch.