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Baby-Boom nach dem Krieg

aus DER SPIEGEL 15/1991

Der amerikanische Pharma-Konzern Warner-Lambert hofft darauf, daß sich nach der Heimkehr der Truppen vom Golf in kleinerem Maße wiederholen wird, was nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs geschah: ein Baby-Boom. In Rundfunk-Spots, die von Mitte April an vor allem in Regionen mit großen Standorten des US-Militärs ausgestrahlt werden, will Warner-Lambert für einen von ihm entwickelten Test werben, mit dem Frauen ermitteln können, ob sie schwanger sind. Auch bei Frauen, deren Partner nicht an den Golf abkommandiert waren, erwarten die Pharma-Manager einen erhöhten Bedarf für den Test. Denn während des Golfkriegs blieben die Amerikaner sehr viel häufiger daheim als sonst - aus Angst vor Terroranschlägen und um jederzeit die Fernseh-Nachrichten empfangen zu können. Bevölkerungsstatistiker dagegen bezweifeln, daß die Zahl der Schwangerschaften merklich steigen wird. Der Krieg sei zu kurz und die Zahl der beteiligten amerikanischen Soldaten zu gering gewesen.

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