Bahn-Tarifstreit Verhandlungen gehen in entscheidende Phase

Auch im neuen Jahr bleibt die Tarifauseinandersetzung zwischen Lokführern und Bahn ein Thema. Schon in den nächsten Tagen wird sich nach Angaben der GDL zeigen, ob die Bahnreisenden mit neuen Streiks rechnen müssen.


Frankfurt am Main/Berlin – Die offiziellen Verlautbarungen stimmen nicht gerade optimistisch: "Wir haben in sekundären Fragen bereits Fortschritte erreicht", sagte GDL-Chef Manfred Schell gestern in Frankfurt. Nun gehe es nach der Verhandlungspause zum Jahreswechsel "um die entscheidenden Themen wie Zeit und Geld". Er sei zuversichtlich, dass die für 7. Januar angekündigten Streiks noch abgewendet werden könnten. "Wir wollen keine Streiks", betonte Schell.

GDL-Chef Schell (l.), Bahn-Chef, Hartmut Mehdorn: Zentrale Fragen noch nicht geklärt
DDP

GDL-Chef Schell (l.), Bahn-Chef, Hartmut Mehdorn: Zentrale Fragen noch nicht geklärt

Ein Bahnsprecher sagte, der Konzern hoffe auf eine Fortsetzung der konstruktiv geführten Gespräche der vergangenen Tage. Ort und Zeit des Treffens auf Arbeitsebene wurden nicht genannt.

Beide Seiten hatten die zwischenzeitlich geplatzten Verhandlungen auf Druck der Bundesregierung kurz vor Weihnachten wieder aufgenommen und sich am 28. Dezember zunächst vertagt. Die GDL hatte angedroht, vom 7. Januar an wieder bundesweit zu streiken, sollten aus ihrer Sicht keine entscheidenden Fortschritte in den Verhandlungen erreicht werden.

Die Bahn hatte den Lokführern mindestens acht Prozent mehr Geld angeboten, ihr Angebot nach dem vorübergehenden Abbruch der Gespräche durch die GDL aber zurückgezogen. Die GDL forderte zuletzt mindestens zehn Prozent mehr Einkommen und einen eigenständigen Tarifvertrag.

mik/dpa



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