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Bank-Aktien: Tiefer Rutsch

aus DER SPIEGEL 46/1980

Die deutschen Banken sind in der Gunst der Kapitalanleger tief gesunken. Aus Angst vor drastischen Dividendenkürzungen und einem weiteren Wertverfall warfen allein am Donnerstag vergangener Woche so viele Anleger ihre Aktien auf den Markt, daß die Börsen eine »ungewöhnliche Banken-Baisse« meldeten. Drohende Kredit-Ausfälle im Ausland sowie Abschreibungen auf Anleihen und Aktien häufen sich bei den Großen der Branche in einem bisher nicht gekannten Ausmaß. Allein die drei Großbanken Deutsche, Dresdner und Commerzbank müssen nach Schätzung von Insidern fast 400 Millionen Mark abschreiben. Obendrein kostet die jüngste Kapitalspritze für den angeschlagenen AEG-Konzern die fünf größten Sanierungshelfer - darunter die Dresdner und die Deutsche Bank - zusätzlich Buchverluste von 280 Millionen Mark. Mit einem Kursrutsch von 16 Punkten sackte die Dresdner-Bank-Aktie letzte Woche ähnlich wie die Commerzbank-Papiere auf den tiefsten Stand seit sechs Jahren.

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