Bankenkrise Fannie Mae macht Rekordverlust

Die schlechten Nachrichten reißen nicht ab: Die erst im September verstaatlichte US-Hypothekenbank meldet ein Minus von rund 29 Milliarden Dollar. Auch im vierten Quartal wird sich die Lage wohl nicht bessern.


Washington - Es sind astronomische Summen: Der vom Staat übernommene größte US-Hypothekenfinanzierer Fannie Mae Chart zeigen hat im dritten Quartal einen Rekordverlust von rund 29 Milliarden Dollar erlitten. Die Gesellschaft musste wegen der Finanzkrise Abschreibungen von mehr als 21 Milliarden Dollar vornehmen. Für das Schlussquartal sei ebenfalls ein deutliches Minus zu befürchten, teilte die seit September unter staatlicher Kontrolle geführte Gesellschaft in Washington mit.

Bereits ein Jahr zuvor hatte Fannie Mae einen Verlust von 1,4 Milliarden Dollar verbucht. Der Umsatz kletterte um 53 Prozent auf 4,1 Milliarden Dollar. Die Gesellschaft übernimmt zunehmend Marktanteile, weil private Anbieter wegen der Kreditkrise ausfallen oder ihre Aktivitäten zurückfahren.

Der Staat hatte angesichts des dramatischen Absturzes am US-Häusermarkt Anfang September die Kontrolle über Fannie Mae und das Schwesterunternehmen Freddie Mac übernommen. Beide waren einst vom Staat zur Unterstützung von Hauskäufern gegründet worden und stehen hinter rund der Hälfte der Immobilienkredite in den USA.

kfi/dpa



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