Öffentlicher Dienst Beamtenbund will bis zu elf Prozent höhere Bezüge fordern

Die Preise steigen weiter stark, auch den Bundesbediensteten drohen Reallohnverluste. Der Beamtenbund fordert deshalb eine deutliche Aufstockung bei den bevorstehenden Tarifverhandlungen.
Beamte bei einer Demonstration in Schwerin

Beamte bei einer Demonstration in Schwerin

Foto: Jens Büttner/ dpa

Der Deutsche Beamtenbund (dbb) will bei den bevorstehenden Tarifverhandlungen für die Bundesbediensteten mindestens acht bis elf Prozent mehr Gehalt fordern. Der Vorsitzende der Gewerkschaft dbb Tarifunion, Ulrich Silberbach, begründete dies in der »Berliner Zeitung«  (Dienstagsausgabe) mit der hohen Inflation. »Die Kolleginnen und Kollegen erwarten von uns, dass sie keinen Reallohnverlust erleiden«, sagte er.

Tarifverhandlungen erst im Januar

Offiziell will der Beamtenbund die Forderungen seiner Bundestarifkommission am 11. Oktober bekannt geben. Die Tarifverhandlungen selbst beginnen aber erst im Januar. Silberbach wies darauf hin, dass die Forderung eigentlich noch höher ausfallen müsste.

»Wenn man sich vor Augen hält, wo im Moment die Inflation steht und dass man sich in Tarifverhandlungen am Ende meist immer irgendwo in der Mitte trifft, müssten wir ja eigentlich Forderungen von 16 bis 20 Prozent stellen«, sagte der Gewerkschaftschef. Man sei aber realistisch. Der Beamtenbund behalte sich jedoch vor, Nachforderungen zu stellen.

mas/AFP
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