Beck's Belgier bieten 1,64 Milliarden Euro

Im Rennen um Beck & Co hat die Brauerei Interbrew zurzeit offenbar die Nase vorn. Nach einem Zeitungsbericht verhandeln die Belgier exklusiv über den Aufkauf der Bremer Traditionsbrauerei.


London - Nach Angaben der "Financial Times" soll Interbrew bis 1,64 Milliarden Euro für die Übernahme der Privatbrauerei geboten haben. Dies sei wesentlich höher als die vorherigen Angebote der führenden Brauereien Scottish and Newcastle (Schottland) und der amerikanischen Anheuser-Busch, berichtete die Zeitung. Die beiden Verhandlungspartner seien aber noch weit von einer Einigung entfernt.

Interbrew, die drittgrößte Brauerei der Welt, hatte im vergangenen Jahr den britischen Bierbrauer Bass gekauft. Die Übernahme wird gegenwärtig noch von den britischen Wettbewerbsbehörden geprüft. Bauchschmerzen dürften die britischen Wettbewerbshüter auch im Falle einer Übernahme von Beck's habe, denn damit würde der Marktanteil von Interbrew in Großbritannien auf 40 Prozent ansteigen.

Aber selbst wenn Interbrew diese Bedenken ausräumen könnte, hätten die Belgier noch eine entscheidende Hürde vor sich. Konkurrent Scottish and Newcastle besitzt für den britischen Markt noch mindestens für die nächsten zehn Jahre die Markenrechte an Beck's.



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