Beckenbauer AG Bayern München will Geld sehen

Bayern München will sich frisches Kapital beschaffen. Vor dem Börsenparkett schreckt der Fußball-Rekordmeister allerdings zurück.


Vom Präsidenten zum Aufsichtsratschef: Franz Beckenbauer
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Vom Präsidenten zum Aufsichtsratschef: Franz Beckenbauer

München - Spätestens nach der Bundesliga-Saison 2001/2002 wird Bayern München eine Aktiengesellschaft. "Bis spätestens 1. Juli 2002 soll die AG gegründet sein", sagte Bayern-Vizepräsident Fritz Scherer.

Bereits Anfang Mai hatten Verwaltungsbeirat und Präsidium die Umwandlung des Vereins in eine Kapitalgesellschaft beschlossen. Auf einer außerordentlichen Mitgliederversammlung im Herbst müssen nun noch 75 Prozent zustimmen.

Einen Börsengang schloss Scherer "für die nächsten fünf Jahre" aus. Nach seinen Angaben ist derzeit ausreichend Kapital vorhanden. Stattdessen planen die Bayern, einen Anteil von fünf bis zehn Prozent an der neuen "Bayern AG" an einen strategischen Partner abzugeben. Dieses Geld soll in einen Stadionneubau in München investiert werden.

Für Scherer ist nach wie vor der Sportartikel-Hersteller Adidas-Salomon, mit dem die Bayern schon seit drei Jahrzehnten kooperieren, der "ideale Partner". Auch Hauptsponsor Opel, ebenfalls ein langjähriger Partner des FC Bayern, sei im Gespräch.

Im Vorstand der neuen "Bayern AG" sollen Manager Uli Hoeneß, Vizepräsident Karl-Heinz Rummenigge und Geschäftsführer Karl Hopfner sitzen. Den Vorsitz des Aufsichtsrates sollen Präsident Franz Beckenbauer und Vizepräsident Scherer übernehmen.



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