BenQ-Pleite Mitarbeiter können auf Abfindung hoffen

Etliche Mitarbeiter, denen nach der Pleite der Mobilfunkfirma BenQ Mobile die Arbeitslosigkeit droht, schöpfen neue Hoffnung. Eine Vereinbarung des Betriebsrats und der Geschäftsführung des einstigen Mutterkonzerns könnte den Angestellten aus ihrer prekären Lage helfen - zumindest vorerst.


Hamburg - Mitarbeiter der Mobilfunkfirma BenQ Mobile, die von Arbeitslosigkeit bedroht sind, haben nach Informationen des SPIEGEL gute Chancen, zumindest einen begrenzten finanziellen Ausgleich für den Verlust ihres Jobs zu bekommen. Das geht aus einer Vereinbarung zwischen Betriebsrat und Geschäftsführung des Ex-Mutterkonzerns Siemens anlässlich der Ausgliederung der Mobilfunksparte im Sommer 2005 hervor.

In der „Protokollnotiz zur Überleitung der Beschäftigungsbedingungen“ auf den neuen Eigentümer BenQ ist geregelt, welche Abfindungen den Beschäftigten zustehen, falls es vor dem 30. September 2008 zu betriebsbedingten Kündigungen kommt oder Beschäftigte per Aufhebungsvertrag zum Ausscheiden gedrängt werden. Danach stehen Mitarbeitern, die das Unternehmen bis Ende September 2007 verlassen, immerhin 80 Prozent der bei Siemens geltenden Sozialplangelder zu. Ein Jahr später haben die Ex-Angestellten immerhin noch Anspruch auf 60 Prozent der dort üblichen Abfindungssumme.

Da es für die BenQ-Angestellten durch die Insolvenz nun noch schlimmer gekommen ist, als in dem Papier skizziert, fordern Arbeitnehmervertreter und die IG Metall den Konzern auf, die zustehenden Zahlungen in geplante Transfergesellschaften einzubringen, die der BenQ-Belegschaft neue Jobchancen erschließen sollen.

Ein Siemens-Sprecher weist Forderungen nach einer Aufstockung des vom Konzern bewilligten Hilfsfonds zurück und verweist darauf, dass BenQ zu zahlen habe.

ffr



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