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Benzin aus Kohle: Der Kanzler drängt

aus DER SPIEGEL 34/1979

Bundeskanzler Schmidt will ein deutsches Firmen-Konsortium dafür gewinnen, noch in diesem Herbst mit den Vorarbeiten zum Bau der größten Kohleverflüssigungsanlage der Welt zu beginnen. In dem Mammut-Werk sollen nach den Kanzler-Plänen jährlich rund sechs Millionen Tonnen Kohle -- fast zehn Prozent einer Jahresförderung der Ruhrkohle AG -- zu zwei Millionen Tonnen Benzin raffiniert werden. Die Kosten für das Projekt schätzen Fachleute auf etwa vier Milliarden Mark. Unter der Regie des halbstaatlichen Veba-Konzerns will Bonn neben der Ruhrkohle und den Saarbergwerken auch noch den Chemie-Konzern BASF an dem Projekt beteiligen. Auf Drängen von Schmidt sollen die Vorstände der vier Konzerne bereits Anfang September in Bonn erste Pläne für die Anlage vorlegen. Als Bauplatz ist ein Gelände bei Orsoy am linken Niederrhein oder ein Areal in Waltrop bei Dortmund vorgesehen.

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