Neuer Spritpreis-Rekord Tanken war im Februar so teuer wie noch nie

Der Ukraine-Krieg treibt die Preise für Benzin und Diesel auf ein neues Rekordhoch. Niemals zuvor war tanken so teuer wie am 28. Februar. Der ADAC fordert deshalb finanzielle Unterstützung für Autofahrer.
Edler Tropfen an der Zapfsäule (Archivbild): Benzin und Diesel verteuern sich im Ukraine-Krieg

Edler Tropfen an der Zapfsäule (Archivbild): Benzin und Diesel verteuern sich im Ukraine-Krieg

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Karl-Josef Hildenbrand/ picture alliance/dpa

Der Ukraine-Krieg hat im Februar für neue Rekordpreise an den Tankstellen gesorgt. Sowohl Super E10 als auch Diesel erreichten zum Monatsende Rekordstände. Die entsprechenden Daten hat der ADAC ehoben.

Auch im Monatsmittel erreichten die Spritpreise demnach nie dagewesene Höhen.

  • Der Benzinpreis stieg im Vormonatsvergleich um 7,2 Cent auf 1,742 Euro.

  • Der Dieselpreis legte um 6,6 Cent auf durchschnittlich 1,662 Euro zu.

Der letzte Tag im Februar war demnach der teuerste Tag des Monats – und zugleich »der teuerste Tag aller Zeiten« an den Zapfsäulen. Super E10 erreichte einen Durchschnittspreis von 1,816 Euro, ein Liter Diesel kostete im Schnitt 1,737 Euro.

Autofahrer-Club fordert Entlastungen

Wichtigster Grund für die hohen Preise ist der Angriff Russlands auf die Ukraine. Der Krieg habe zu neuen Höchstständen an den internationalen Rohstoffmärkten geführt, erklärte der ADAC. Der Preis für ein Barrel der Rohölsorte Brent pendelte zuletzt um die 100 US-Dollar (89,52 Euro). Noch vor drei Monaten lag der Preis für ein Barrel bei rund 70 US-Dollar.

Angesichts der hohen Spritpreise forderte der ADAC Entlastungen für Autofahrer. So solle die Anhebung der steuerlichen Entfernungspauschale von 38 Cent künftig bereits ab dem ersten Kilometer gelten. Aktuell wird die Pauschale erst ab dem 21. Kilometer berechnet. Der ADAC riet Autofahrern außerdem, verstärkt die Preisschwankungen an Tankstellen zu nutzen.

Der Preisanstieg beim Sprit zieht sich allerdings schon eine Weile hin. Vor rund einer Woche hatte der ADAC zwar geringfügig niedrigere Preise festgestellt. Dem war aber ein durchgehender Anstieg über zwei Monate hinweg vorausgegangen.

Die Forderung nach einer höheren Pendlerpauschale ist dennoch umstritten. »Die Pendlerpauschale hilft nicht dem kleinen Geldbeutel, das zeigt die Forschung klar«, sagte Ottmar Edenhofer, Direktor des Potsdam Instituts für Klimafolgenforschung (PIK), bereits Anfang Februar der »Neuen Osnabrücker Zeitung«.

mamk/AFP