Berg- und Talfahrt Dax schließt im Minus

Die Kurserholung blieb aus: Nach dem weltweiten Börsenbeben hatten Experten mit einer technischen Reaktion gerechnet, stattdessen erlebten sie eine Berg- und Talfahrt. Entsprechend nervös war die Stimmung - der Dax schloss im Minus.


Frankfurt am Main - Viele Luft nach unten bleibt nicht mehr: Die Deutsche Bank Chart zeigen verlor am Dienstag zeitweise um die 13 Prozent und verzeichnete schließlich ein Minus von 8,94 Prozent. Noch schlimmer traf es die Commerzbank Chart zeigen, die 14,2 Prozent einbüßte.

Handelsplatz Frankfurt: VW verzeichnete überraschenden Anstieg
DDP

Handelsplatz Frankfurt: VW verzeichnete überraschenden Anstieg

Der Deutsche Aktienindex Dax Chart zeigen hatte zwar dank des zeitweise enormen Anstiegs der VW-Aktie Chart zeigen ins Plus gedreht. Schließlich lag der Leitindex aber 1,12 Prozent im Minus bei 5326 Zählern. Das Volkswagen-Papier verzeichnete zwischenzeitlich einen überraschenden Anstieg um 42 Prozent, lag bei Handelsschluss aber 1,83 Prozent im Minus. Der MDax Chart zeigen büßte 2,3, der TecDax Chart zeigen 5,15 Prozent ein.

Der New Yorker Aktienhandel verzeichnete im frühen Handel Verluste, wenn auch wesentlich geringere als am Vortag. Der Dow Jones Index fiel 74 Punkte oder 0,74 Prozent auf 9881 Zähler. Am Montag hatte der Dow Jones Chart zeigen im Handelsverlauf zeitweise mehr als 800 Punkte verloren - so viel wie nie zuvor an einem einzigen Tag.

Royal Bank of Scotland mit großen Verlusten

In Paris legte der CAC 40 Chart zeigen am Dienstag zeitweise bis zu drei Prozent zu, der britische FTSE 100 Chart zeigen zeigte ebenfalls nach oben. Der Kurs der Royal Bank of Scotland Chart zeigen (RBS) stürzte allerdings zeitweise um 39 Prozent in die Tiefe. Investoren befürchten, dass die britische Regierung nicht genug unternehmen wird, um die Bank zu stützen. Finanzminister Alistair Darling und der Chef der Bank of England, Mervyn King, kamen mit den Chefs der größten britischen Banken zu einem vertraulichen Krisentreffen zusammen, wie aus Finanzkreisen verlautete.

Bei den Gesprächen, an denen auch RBS-Chef Fred Goodwin und Barclays- Chart zeigen-Chef John Varley beteiligt gewesen seien, sei es um eine mögliche Finanzhilfe der Regierung von mehr als 50 Milliarden Pfund (rund 64 Milliarden Euro) gegangen. Damit sollten die Bankbilanzen stabilisiert und das Vertrauen in die Institute gestärkt werden. Details über die mögliche Finanzspritze habe die Regierung bisher aber nicht mitgeteilt, hieß es weiter.

Asiatische Märkte weiterhin unter Druck

Der Druck auf die asiatischen Aktienmärkte hat sich derweil weiter verstärkt. Der Nikkei Chart zeigen der Börse in Tokio stürzte zeitweise um fünf Prozent, rutschte erstmals seit fast fünf Jahren unter die Schwelle von 10.000 Punkten, konnte sich im Verlauf des Handels aber wieder fangen.

Zum Schluss der Morgensitzung lag das wichtigste Börsenbarometer in Asien bei 10.148,46 Punkten - das waren 324,63 Zähler oder 3,1 Prozent weniger als am Montag. Zu den größten Verlierern zählten die Autohersteller Mitsubishi Chart zeigen, Nissan Chart zeigen und Toyota Chart zeigen.

Die japanische Zentralbank beschloss am Dienstag, ihren Leitzins nicht zu ändern. Der Satz für die kurzfristige Geldbeschaffung der Geschäftsbanken liegt damit schon seit 20 Monaten bei 0,5 Prozent. Die Notenbank unterstützte den Geldmarkt den 15. Tag in Folge und stellte eine Billion Yen (7,3 Milliarden Euro) bereit.

mik/AP/dpa-AFX



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