Bericht über Jobabbau HSH Nordbank streicht 1500 Stellen

Die Krise bei der HSH Nordbank spitzt sich zu: Laut "Bild"-Zeitung will die Landesbank 1500 Stellen streichen - doppelt so viele wie bisher bekannt. Das Institut hofft nun auf eine Finanzspritze der Länder Hamburg und Schleswig-Holstein.


Hamburg - Die HSH Nordbank will laut einem Pressebericht doppelt so viele Arbeitsplätze abbauen wie bislang bekannt. Die mit Milliardenverlusten kämpfende Landesbank für Hamburg und Schleswig-Holstein wolle langfristig 1500 Stellen streichen, berichtet "Bild" unter Berufung auf Hamburger Rathauskreise.

Der Abbau soll demnach vor allem im Ausland stattfinden. HSH-Chef Dirk Jens Nonnenmacher hatte bereits vor ein paar Wochen eingeräumt, dass der angekündigte Abbau von 750 Arbeitsplätzen womöglich nicht ausreichen werde.

Insgesamt sind bei der HSH Nordbank rund 4300 Mitarbeiter beschäftigt. Bei der Landesbank war zunächst keine Stellungnahme zu dem Zeitungsbericht zu erhalten. Ein Sprecher des Hamburger Senats sagte, die Zahl von 1500 Stellenstreichungen sei Spekulation.

In der kommenden Woche soll Finanzkreisen zufolge eine Entscheidung über die Zukunft der HSH Nordbank fallen. Das Institut braucht wegen hoher Abschreibungen in Folge der Finanzkrise frisches Kapital. Es wird erwartet, dass nur die Länder Hamburg und Schleswig-Holstein sich an einer Finanzspritze beteiligen. Die beiden Länder halten zusammen knapp 60 Prozent an dem Institut.

wal/Reuters



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