Gerichtsentscheid in Berlin Gorillas-Beschäftigte dürfen Betriebsrat wählen

Beim Lieferdienst Gorillas gibt es seit Monaten einen Streit um die Arbeitsbedingungen. Vor dem Arbeitsgericht versuchte das Start-up nun, eine Betriebsratswahl zu verhindern. Vorerst ohne Erfolg.
Ein Mann mit Gorillas-Jacke im Arbeitsgericht Berlin: Die Betriebsratswahl beim Start-up kann stattfinden

Ein Mann mit Gorillas-Jacke im Arbeitsgericht Berlin: Die Betriebsratswahl beim Start-up kann stattfinden

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Wolfgang Kumm / dpa

Die Betriebsratswahl beim Berliner Start-up Gorillas kann in der kommenden Woche stattfinden. Das hat das Berliner Arbeitsgericht entschieden. Zwar habe es möglicherweise Fehler bei dem Wahlverfahren gegeben, diese reichten aber nicht aus für eine Unterbrechung der Wahl, erklärte das Gericht. Wenn es Anfechtungsgründe gebe, müsse der Lieferdienst Gorillas die Betriebsratswahl später anfechten, so Richter Michael Ernst. Der Beschluss ist noch nicht rechtskräftig.

Bei dem Lieferdienst gibt es seit Monaten Streit um die Arbeitsbedingungen. Am Arbeitsgericht Berlin sind nach Angaben einer Sprecherin Dutzende Verfahren anhängig.

Dem Unternehmen wird vorgeworfen, den Aufbau eines Betriebsrats verhindern zu wollen. Die vom 22. bis 27. November geplante Wahl wollte Gorillas mit sofortiger Wirkung stoppen und hatte unter anderem damit argumentiert, dass der Wahlvorstand angesichts von erst kürzlich erfolgten Umstrukturierungen nicht zuständig sei für die Beschäftigten, die zur Wahl aufgerufen seien. Durch die Wahl erhoffen sich die Beschäftigten bessere Arbeitsbedingungen.

Gorillas ist eines der am schnellsten wachsenden Start-ups Deutschlands und das wichtigste Zugpferd im Markt der Onlinelieferdienste.

Aktenzeichen: 3 BVGa 10332/21

hba/dpa
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