Berliner Verkehrsbetriebe Durchbruch im BVG-Tarifstreit - Ende des Streiks in Sicht

Die Berliner können aufatmen: Der monatelange Tarifstreit bei den Berliner Verkehrsbetrieben (BVG) ist beendet. Schon am Montag könnten Busse, U- und Straßen-Bahnen wieder normal verkehren, wenn der Abschluss von den zuständigen Gremien gebilligt wird.


Berlin - Es ist geschafft: "Wir haben eine Einigung", sagte Ver.di-Sprecher Andreas Splanemann. Kurze Zeit später bestätigte die BVG dies. Vorangegenagen waren mehrstündige zähe Verhandlungen.

Laut BVG-Sprecherin Petra Reetz bekommen die rund 12.000 Beschäftigten des Verkehrsunternehmens innerhalb der nächsten 24 Monate durchschnittlich 4,6 Prozent mehr Lohn. Die sogenannten Neubeschäftigten erhalten dabei 40 Prozent über dem Sicherungsbetrag für die Altbeschäftigten.

Zugleich wurde für alle Beschäftigten eine Einmalzahlung von 500 Euro vereinbart. Darüber hinaus erhalten alle BVG-Mitarbeiter einmalig 36,5 Stunden Arbeitszeit ihrem Kurzzeitkonto gutgeschrieben.

Die Große Tarifkommission von Ver.di hat nun eine Beratung über die Aussetzung des Streiks begonnen. Theoretisch könnten Busse und Bahnen bereits ab Montag wieder weitestgehend normal verkehren. Derzeit sind Busfahrer und Werkstattbedienstete noch im Ausstand. Die Verhandlungen waren mit großer Härte geführt worden. Zwischenzeitlich gab es sogar einen zwölftägigen Vollstreik.

ase/ddp



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