Lecks in Ostseepipelines Norwegen will seine Öl- und Gasanlagen militärisch schützen

Nach den mutmaßlichen Attacken auf die Nord-Stream-Pipelines hat Norwegen eine verstärkte Bewachung seiner eigenen Anlagen angekündigt. An potenzielle Angreifer sprach Premier Jonas Gahr Støre eine Warnung aus.
Norwegens Premier Jonas Gahr Støre

Norwegens Premier Jonas Gahr Støre

Foto: Susana Vera / REUTERS

Norwegen wird nach der mutmaßlichen Sabotage der Nord-Stream-Gaspipelines in schwedischen und dänischen Gewässern Militär in der Nähe seiner Öl- und Gasanlagen stationieren. Das sagte Ministerpräsident Jonas Gahr Støre bei einer Pressekonferenz. »Das Militär wird bei norwegischen Öl- und Gasanlagen sichtbarer sein«.

Auf eine Attacke auf norwegische Offshore-Anlagen würde man zudem »gemeinsam mit unseren Verbündeten« reagieren, sagte Støre. Hinweise auf eine direkte Bedrohung norwegischer Öl- und Gasanlagen gebe es derzeit allerdings nicht.

In den Pipelines Nord Stream 1 und Nord Stream 2 waren in der Nacht zum Montag insgesamt drei Gaslecks entdeckt worden. Was diese Lecks ausgelöst hat, ist derzeit unklar. Nach den Worten des EU-Außenbeauftragten Josep Borrell deutet alles auf eine vorsätzliche Handlung hin. Auch Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg sprach von Sabotage. Schweden hatte bereits gestern angekündigt, »militärische Ressourcen« bereitzuhalten.

sol/Reuters
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