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HEDGE-FONDS Bescheidene Rendite

aus DER SPIEGEL 4/2004

Bald kommen auch deutsche Anleger in den Genuss neuer, hochkomplexer Finanzprodukte. Seit der Änderung des Investmentmodernisierungsgesetzes ist es erlaubt, die umstrittenen Hedge-Fonds ans breite Publikum zu verkaufen. Im Gegensatz zu herkömmlichen Aktienfonds haben die Manager von Hedge-Fonds viel größere Spielräume und gelten daher nicht selten als unberechenbare Spekulanten. Die ersten Produkte dürften aber erst im Frühjahr auf den Markt kommen, zuvor sind noch einige bürokratische Hürden zu nehmen. Neben der Fondsgesellschaft DWS haben vor allem die Genossenschaftsbankiers von Union Investment die Nase vorn. Deren Luxemburger Tochter Unico liefert bereits seit Ende Mai 2003 im Rahmen von Privatplatzierungen das erste gesetzeskonforme Produkt »Multi-Hedge Strategy«. In dem Dachfonds sind 20 einzelne Hedge-Fonds gebündelt. Das operative Geschäft besorgen die Manager der Partners Group mit Sitz im Schweizer Steuerparadies Zug. Deren Performance fiel bislang aber noch wenig berauschend aus: Gerade mal 2,43 Prozent schaffte der Fonds seit Verkaufsbeginn, der Dax explodierte in derselben Periode um über 40 Prozent. Das Kursfeuerwerk hatte die Fondsmanager, die gern auf sinkende Kurse setzen, kalt erwischt. Immerhin schwankte der Anteilspreis des Fonds im Vergleich zu Aktien kaum, das Gesamtrisiko war bescheiden.

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