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SOZIALHILFE Besser Stütze als Arbeit

aus DER SPIEGEL 5/2002

Oft liegen die Verdienste in niedrig entlohnten Dienstleistungsjobs nur knapp über der Sozialhilfe. Für arbeitslose Stützeempfänger lohnt es deshalb vielfach nicht, eine gering bezahlte Stelle anzunehmen. Diese These, die in der öffentlichen Debatte über Billigjobs eine große Rolle spielt, wird jetzt durch eine neue Studie des Kieler Instituts für Weltwirtschaft im Auftrag des Bundesfinanzministeriums belegt. Danach haben Beschäftigte in der ostdeutschen Gastronomie, im Gartenbau oder bei privaten Verkehrsbetrieben häufig nur ein unwesentlich höheres Einkommen als Sozialhilfeempfänger. Der gesetzlich festgelegte Lohnabstand zwischen Arbeitseinkommen und Sozialhilfe werde in vielen Fällen »nicht gewährleistet«, so die Studie. Die Leistungsanreize im System seien »beträchtlich gestört«.

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