Bestechungsaffäre Ex-Infineon-Vorstand bleibt Gefängnis erspart

Für den früheren Infineon-Manager Andreas von Zitzewitz könnte eine Bestechungsaffäre glimpflich ausgehen. Die Staatsanwaltschaft hat ihm mit einem Strafbefehl und insgesamt 100.000 Euro Strafe ermöglicht, dem Gefängnis zu entgehen.

München - In der Bestechungsaffäre um den Chiphersteller Infineon   hat die Staatsanwaltschaft gegen den Ex-Vorstand Andreas von Zitzewitz einen Strafbefehl erlassen. Er sehe eine einjährige Haftstrafe vor, die zur Bewährung ausgesetzt werde, berichtet die "Süddeutsche Zeitung" ohne Quellenangaben. Damit bleibe Zitzewitz von der Haft verschont.

Das Ermittlungsverfahren soll gegen eine Zahlung von 90.000 Euro sowie 10.000 Euro für soziale Zwecke eingestellt werden, hieß es. Verzichte die Verteidigung darauf Rechtsmittel gegen den Strafbefehl einzulegen, wäre dieser rechtskräftig.

Dem Gefängnis war Zitzewitz durch sein frühes Geständnis und seine Kooperation mit der Justiz entgangen - ebenso wie einem öffentlichkeitswirksamen Gerichtsprozess. Der frühere Chef der Infineon-Speichersparte hatte im August eingeräumt, vom Schweizer Sportrechtevermarkter Udo Schneider 70.000 bis 100.000 Euro in bar erhalten zu haben.

kaz/dpa-AFX