Beteiligungsfieber DaimlerChrysler haben über Allianz mit VW diskutiert

Um sich vor feindlichen Übernahmen zu schützen, diskutierten DaimlerChrysler und Volkswagen über eine Überkreuzbeteiligung. Porsche kam dem mit seinem Einstieg bei den Wolfsburgern zuvor.


Premiere des VW Golf Plus: Weit fortgeschrittene Gespräche mit DaimlerChysler
DPA

Premiere des VW Golf Plus: Weit fortgeschrittene Gespräche mit DaimlerChysler

Frankfurt am Main - Trotz des Porsche-Einstiegs liebäugele der deutsch-amerikanische Autokonzern weiterhin mit einer Beteiligung an den Wolfsburgern, berichtete das Nachrichtenmagazin "Focus". DaimlerChrysler dürfte demnach nun allerdings ein deutlich geringeres Engagement erwägen als ursprünglich geplant. Bei VW zeige man sich gesprächsbereit.

Wie das Magazin unter Berufung auf Aufsichtsratskreise berichtet, gab es bereits weit fortgeschrittene Gespräche zwischen DaimlerChrysler und VW. Die Stuttgarter hätten demnach geplant, ähnlich wie nun Porsche rund ein Fünftel an VW zu kaufen. Auch eine sogenannte Überkreuzbeteiligung sei diskutiert worden, bei der VW im Gegenzug Anteile an DaimlerChrysler erworben hätte.

DaimlerChrysler-Chef Jürgen Schrempp habe an der Idee Gefallen gefunden, die endgültige Entscheidung aber seinem designierten Nachfolger Dieter Zetsche überlassen wollen. Der wiederum habe den Einstieg bei VW erst im Februar oder März 2006 perfekt machen wollen als eine seiner ersten großen Entscheidungen an der Konzernspitze. DaimlerChrysler wollte dieses Szenario dem Magazin zufolge nicht kommentieren.

Vergangenes Wochenende hatte Porsche bekannt gegeben, sich mit insgesamt 20 Prozent am stimmberechtigten Kapital von VW beteiligen zu wollen. Am Mittwochabend hatte Porsche dann den Erwerb von 10,26 Prozent der VW-Stammaktien mitgeteilt.



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