Betriebskosten 2008 Mieter müssen mit hohen Nachzahlungen rechnen

Der Preisanstieg für Öl und Gas in der ersten Jahreshälfte hinterlässt seine Spuren: Mieter in Deutschland müssen sich für 2008 auf deutlich höhere Betriebskosten einstellen als noch im Jahr zuvor. Auf viele Haushalte dürfte eine deftige Nachzahlung zukommen.


Berlin - Im Vergleich könnten die Betriebskosten in den Abrechnungen um 20 bis 30 Prozent höher ausfallen, teilte der Deutsche Mieterbund am Donnerstag in Berlin mit. Während 2007 die Energiepreise weitgehend stabil gewesen seien, habe es 2008 Ölpreiserhöhungen von bis zu 32 Prozent gegeben, teilte der Mieterbund bei der Vorstellung des Betriebskostenspiegels 2007 mit.

Miethaus in Berlin: "Zweite Miete" bis zu 2,78 Euro pro Quadratmeter
DPA

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Die Kosten für Gas sind der Erhebung zufolge um ein Zehntel gestiegen. Zusätzlich habe der kalte Winter die Heizkosten nach oben getrieben. Dem Betriebskostenspiegel liegen 35.000 Abrechnungen des Jahres 2007 zugrunde.

Im Jahr 2007 sanken die Preise für Heizung und Warmwasser demnach um 7,5 Prozent gegenüber 2006. Laut Berechnungen des Mieterbunds zahlten Mieter 2007 im Bundesdurchschnitt 2,14 Euro pro Quadratmeter und Monat an Betriebskosten. Unter Berücksichtigung aller denkbaren Nebenkosten habe die sogenannte zweite Miete bis zu 2,78 Euro betragen können.

Dabei gleiche sich das Betriebskostenniveau in ost- und westdeutschen Bundesländern immer stärker an. Die Preise für Heizung und Warmwasser seien in Ost und West nahezu gleich. Lediglich die Kosten für Grundsteuer, Müllbeseitigung und personenbezogene Leistungen seien im Westen noch spürbar höher.

mik/dpa/AFP



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