Billig-Airline-Gründer Mr. Ryan ist tot

Auch der irische Premierminister meldete sich gleich mit Kondolenzworten: Der Gründer der irischen Billigfluglinie Ryanair, Tony Ryan, ist im Alter von 71 Jahren gestorben. Er hatte sich vom einfachen Angestellten zum Milliardär hochgearbeitet.

Dublin - Ryan starb am Mittwoch nach einer langen Krankheit, wie seine Familie mitteilte. Der irische Unternehmer hatte sich bei der staatlichen Fluggesellschaft vom Abfertigungsangestellten ins Management hochgearbeitet und 1985 zusammen mit Geschäftspartnern Ryanair gegründet. Zuletzt wurde Ryans Vermögen auf 1,2 Milliarden Euro geschätzt.

Die erste Flugstrecke verband London-Gatwick mit Waterford im Südosten Irlands. Heute ist Ryanair mit rund 50 Millionen Passagieren jährlich und 557 Verbindungen in 26 europäische Länder die größte Billigfluggesellschaft.

Die Gesellschaft hatte in ihrer Anfangszeit nur 25 Mitarbeiter, das Bordpersonal durfte nicht größer sein als 1,58 Meter, um in den beengten Kabinen der ersten Ryanair-Maschinen ungehindert arbeiten zu können. Inzwischen stehen etwa 4800 Menschen im Dienst des Unternehmens.

Der Unternehmer gilt auch als der "Ziehvater" des heutigen Ryanair-Chefs Michael O'Leary. Dieser würdigte Ryan als "einen der größten Iren des 20. Jahrhunderts".

Der irische Regierungschef Bertie Ahern sagte, der Erfolg von Ryanair sei eine der großen irischen Erfolgsgeschichten und werde als Ryans "großes Erbe" angesehen. O'Leary sagte, Ryan sei einer der "größten Iren des 20. Jahrhunderts" gewesen. Ryanair ist eine der ersten Fluglinien, die den Markt mit billigeren Tickets revolutionierte. Im abgelaufenen Geschäftsjahr machte der Billigflieger einen Überschuss von 401,4 Millionen Euro.

itz/AFP/dpa/Reuters

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