Billig-Airlines Krise ist gut für den Kurs

Billigfluglinien profitieren von der Krise im Luftverkehr. Buchungszahlen und Aktienkurse gehen parallel in die Höhe.


Billig-Airlines: Terror-Schock schnell weggesteckt
DER SPIEGEL

Billig-Airlines: Terror-Schock schnell weggesteckt

Während sich die Aktienkurse der meisten großen Fluglinien nach dem Einbruch im September nur wenig erholt haben, profitieren die Billiganbieter von der Krise. Die Kurse der größten europäischen Billiglinie Ryanair aus Irland und der Nummer zwei der Branche, der britischen Easyjet, legten um jeweils über 40 Prozent zu. Die Buchungszahlen der kleinen, aber effizienten Gesellschaften ohne verlustträchtige Transatlantikstrecken und teuren Service liegen selbst im September rund 30 Prozent höher als im Vorjahr. Deren Sonderaktionen mit minimalen Ticketpreisen werden zunehmend auch von Geschäftsreisenden genutzt.

Weil die großen Fluglinien viele Kurz- und Mittelstrecken einsparen, können Ryanair, Easyjet und auch die bisher nicht börsennotierten Go Fly und Buzz Routen und frei werdende Start- und Landerechte auf den Flughäfen übernehmen. "Flugsitze sind ein Produkt wie jedes andere: Je niedriger der Preis, desto höher der Marktanteil", sagt der US-Analyst Jim Parker vom Finanzdienst Raymond James. Er empfiehlt unter anderem die US-Fluggesellschaft Southwest zum Kauf. Der Billiganbieter fliegt auch nach dem 11. September mit vollem Flugplan und visiert als einzige amerikanische Linie in diesem Jahr einen Gewinn an.



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