Billiger Dollar Betuchte Ausländer treiben Immobilienpreise in Manhattan hoch

Der Preisverfall für Immobilien hat viele Amerikaner in Existenznot gebracht. In New York dagegen ist der Boom ungebrochen. Vor allem betuchte Ausländer nutzen die Dollar-Schwäche zur "Schnäppchen-Jagd" auf Wohnungen in Manhattan.


New York - Im vierten Quartal 2007 waren die Wohnungen im Herzen New Yorks so teuer wie nie. Der Durchschnittspreis für eine Wohnung in Manhattan sei um 17,6 Prozent auf 1,44 Millionen Dollar (980.000 Euro) an, sagte Dottie Herman, Chefin von Prudential, einem der führenden Immobilienunternehmen der Stadt.

Downtown Manhattan: Appartements ab zehn Millionen besonders gefragt
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Downtown Manhattan: Appartements ab zehn Millionen besonders gefragt

Konkurrent Brown Harris Stevens meldete ein Plus von sogar 34 Prozent binnen Jahresfrist auf 1,43 Millionen Dollar (973.000 Euro). Besonders gefragt waren Luxusappartements im Wert von mehr als 10 Millionen Dollar, deren Verkäufe sich im vierten Quartal mehr als verdreifachten.

"Bei mir war in der vergangenen Woche ein Freund aus London, der sagte, der Markt hier sei wie ein großer Ausverkauf mit 50 Prozent Rabatt", sagte der Vizepräsident von Brown Harris Stevens, Jim Gricar. Hinzu komme, dass überall im Land neue Häuser gebaut würden und der Bestand wachse. In New York dagegen sei der Trend umgekehrt.

Eine Aussage, die Herman bestätigt: Im vierten Quartal 2007 sei der Bestand gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 13,5 Prozent gesunken sagte sie. Preis treibend wirke sich vor diesem Hintergrund auch die Tatsache aus, dass immer mehr Familien in der Stadt bleiben wollten statt in die Vororte zu ziehen und damit die Nachfrage nach größeren Wohnungen anheizten. Laut Prudential verteuerten sich die Wohnungen mit zwei oder drei Schlafzimmern um 22 beziehungsweise 40 Prozent.

mik/AP



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