Billigflieger Fusion zwischen Germanwings und TUIfly offenbar gescheitert

Erst stieg Condor aus, jetzt sind offenbar auch die Verhandlungen zwischen Germanwings und TUIfly geplatzt: Die Billigflieger werden einem Zeitungsbericht zufolge nicht fusionieren. Der TUI-Konzern wies die Berichte zurück.


Frankfurt am Main - Monatelang verhandelten die Flugtöchter der beiden Konzerne TUIfly und Lufthansa über eine Fusion - jetzt ist der Deal offenbar geplatzt. Es werde nicht zu einem Zusammengehen der Billigflieger Germanwings und TUI Chart zeigen kommen, schreibt die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" unter Berufung auf unternehmensnahe Kreise.

Der TUI-Konzern hat die Berichte über ein endgültiges Scheitern jedoch zurückgewiesen. "Die Gespräche sind nicht offiziell abgebrochen worden", sagte ein Sprecher am Dienstag in Hannover. Zum Stand der Verhandlungen wollte er sich aber nicht im Einzelnen äußern.

Der Zeitung zufolge prüfen Germanwings und TUIfly eigene Optionen, wobei TUIfly wieder Gespräche mit Air Berlin Chart zeigen führe. Über die künftige Rolle von Germanwings in der Lufthansa-Strategie könnte die Quartals-Pressekonferenz der Lufthansa Chart zeigen am 29. Oktober näheren Aufschluss geben.

Zuvor hatte auch die Fluggesellschaft Condor des Reisekonzerns Thomas Cook über eine Dreier-Allianz verhandelt, war aber Ende September aus den Gesprächen ausgestiegen. Die Option einer Fusion habe sich als nicht attraktiv erwiesen, hieß es damals zur Begründung. Im Juli war die ursprünglich geplante Fusion zwischen Condor und Air Berlin wegen veränderter wirtschaftlicher Rahmenbedingungen und kartellrechtlicher Bedenken gescheitert.

pes/dpa-AFX



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