Billigfluglinie EasyJet baut nach Riesengewinn Airbus-Flotte aus

Die britische Fluglinie easyJet hat Grund zum Feiern - der Gewinn im angelaufenen Geschäftsjahr stieg um 56 Prozent. Weil die Nachfrage nach Billigflugtickets boomt und die hohen Kerosinkosten wettmacht, bestellte die Airline 52 neue Flugzeuge bei Airbus.


Hamburg - Der britische Billigflieger easyJet hat seinen Vorsteuergewinn im abgelaufenen Geschäftsjahr kräftig gesteigert und den Kauf von 52 Airbus-Flugzeugen angekündigt. Außerdem sicherte sich easyJet Optionen für 75 weitere Airbus-Jets. Für das abgelaufene Geschäftsjahr 2006 meldete das Unternehmen heute einen Gewinnzuwachs vor Steuern von 56 Prozent auf 129 Millionen britische Pfund (191 Millionen Euro). Analysten hatten mit maximal 130 Millionen Pfund gerechnet. Im vergangenen Jahr hatte easyJet 83 Millionen Pfund verdient.

EasyJet-Airbus A319: Kapazitätsausweitung mit 52 neuen Flugzeugen
AFP

EasyJet-Airbus A319: Kapazitätsausweitung mit 52 neuen Flugzeugen

Die Passagierzahl stieg aufgrund eines starken Sommergeschäfts um 11,5 Prozent. "Wir erwarten eine Kapazitätsausweitung um 15 Prozent im Jahr 2007", sagte easyJet-Vorstandschef Andy Harrison.

Das Unternehmen hatte für das Geschäftsjahr bis Ende September bereits ein Umsatzplus von 21 Prozent auf 1,62 Milliarden Pfund gemeldet. Der Umsatz pro Sitz wuchs um 5,9 Prozent, die Eigenkapitalrendite um drei Prozentpunkte auf 10,1 Prozent.

Bei den Kosten ergab sich ein uneinheitliches Bild. Die Kerosinkosten pro Passagiersitz legten um 33 Prozent zu, was einem Plus von 2,48 Pfund entspricht. Die übrigen Kosten pro Sitz gingen um 1,5 Prozent auf 28,36 Pfund zurück.

Für den Kauf der 52 Airbus-Jets vom Typ A319 übt easyJet eine bestehende Option aus. Die Flugzeuge sollen zwischen 2008 und 2010 ausgeliefert werden. Allerdings müssen die easyJet-Aktionäre der Entscheidung noch zustimmen. Mit diesem Auftrag hätte Airbus Bestellungen von easyJet im Wert von gut drei Milliarden Euro in den Auftragsbüchern. Für 75 Flugzeuge vom Typ A320 sicherte sich easyJet die Kaufrechte. Damit verfügt das Unternehmen über Optionen auf 123 Airbus-Maschinen.

kaz/dpa-AFX

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